2022/2023

 

03. und 24. März / KUNST

TRANSVISION: OderlandBerlin

(digital)

 

16. März / Kulturpolitik

Mit Tanz Zukunft bewegen I - Kulturpolitisches Forum des DTD

 

17. Juni / Kulturpolitik

Mit Tanz Zukunft bewegen II - Kulturpolitisches Forum des DTD

 

20 Juni / Kulturpolitik

Zukunfts(t)räume - Die Freie Szene in Brandenburg // Konzeption und Moderation

 

25./26. Juni / KUNST

INTERVISIONS #11 bei der Altonale in Hamburg (analog)

 

16. August / KUNST+POLITIK

Weggefährten // Konzeption + Moderation

 

02. September / Kulturpolitik

Mit Tanz Zukunft bewegen III -

Kulturpolitisches Forum des DTD

 

07. September / Kulturpolitik

Fair Pay! - Werkstatt #1 // Impuls

 

05. Oktober / KUNST+POLITIK Weggefährten // Konzeption + Moderation

 

20./21. Oktober / Kulturpolitik

Branchentreff PAP Berlin // Moderation

 

26./27. Oktober / KUNST+POLITIK

Weggefährten / Kongress: Transform your theatre // Konzeption + Moderation

 

22./23. November / Kulturpolitik

Fachkonferenz Systemcheck des BFDK // Moderation

 

 

 

 

 

 

PRESSE

HILFESCHREIE Andrew Bovells »Lantana« // von mko // Erlanger Zeitung

'Ein Reigen der Liebe, Erfüllung und Geborgenheit suchenden Emotionen bricht sich hier Bahn: Ehebruch erscheint als verzweifelter Hilfeschrei, Angst vor Nähe und Vertrauensskepsis sind evident, die Gefühle fahren Zick-Zack-Kurs, mit der Tendenz nach unten. Zurück bleibt ein Trümmerfeld der enttäuschten Gefühle. War da früher mal was?

Die Erzählstruktur von Andrew Bovells Schauspiel »Lantana« ist so verzweigt wie das Wurzelgestrüpp der gleichnamigen australischen Pflanze. Studenten der Theaterwissenschaft haben sich unter der Regie Anne Schneiders an den theatralen Brocken gewagt und führen ihn derzeit im Experimentiertheater auf.

Das Stück beobachtet mittels einer episodischen Struktur mehrere Paare, die nur teilweise etwas miteinander zu tun haben. Ob Seitensprünge, (aneinander vorbeigeführte) Gespräche oder Therapiesitzungen - die zahlreichen Worte beschwören die Verzweiflung, gehen aber eher ins Leere, helfen nicht, deckeln zu. Mann und Frau können nicht miteinander, deshalb wachsen Melancholie und Resignation.

Regisseurin Anne Schneider und das beeindruckende Ensemble bemühen sich von Anfang an um einen sehr sensiblen, sehr stringenten Ton, der in allen Episoden zu sehr anrührender, nahezu intimistischer Atmosphäre führt. Die Verbal-Synchronisation der untreuen Ehepaare im ersten Teil legt die stereotype Oberflächlichkeit der Sprache bloß, welche in die Tiefe nicht blicken lässt. Auch sonst zeichnet sich die Inszenierung durch starke Arbeit an Text und Dramaturgie aus, die auch elektronische Mittel einsetzt: Viedeo- sowie akustische Einspielungen schaffen Erlebenswelten, die die innere Zerrissenheit der Protagonisten anschaulich ins Bild setzen. Der Minimalismus des Bühnenbilds fokussiert den Blick, die schauspielerischen Leistungen führen kongenial durchs Emotions-Labyrinth.'