ÜBER ...

PORTRAIT im Hamburger Abendblatt (2016)

 

Spielzeit 2021 // 2022

 

09.August/MODERATION: Kulturpolitisches Update des PAP Berlin mit Dr. Klaus Lederer und Janina Benduski

 

10. und 11. September/KUNST: INTERVISIONS #10 bei der Altonale in Hamburg (analog)

 

14.-16. September 2021/KULTURPOLITIK: BUNDESFORUM 2021 (hybrid)

 

23. September/KUNST: TRANSVISION: OderlandBerlin (digital)

 

30. September - 16. Oktober/

KUNST: Salat, Patriarchat und andere Katastropen.

 

05.-07./10. Oktober/KUNST: Trollkinder können alles; Figurentheater Zitadelle

 

12. Oktober/KULTURPOLITIK:

Präsentation des Konzeptpapiers zur Förderstruktur der fdK in München

 

PRESSE

HILFESCHREIE Andrew Bovells »Lantana« // von mko // Erlanger Zeitung

'Ein Reigen der Liebe, Erfüllung und Geborgenheit suchenden Emotionen bricht sich hier Bahn: Ehebruch erscheint als verzweifelter Hilfeschrei, Angst vor Nähe und Vertrauensskepsis sind evident, die Gefühle fahren Zick-Zack-Kurs, mit der Tendenz nach unten. Zurück bleibt ein Trümmerfeld der enttäuschten Gefühle. War da früher mal was?

Die Erzählstruktur von Andrew Bovells Schauspiel »Lantana« ist so verzweigt wie das Wurzelgestrüpp der gleichnamigen australischen Pflanze. Studenten der Theaterwissenschaft haben sich unter der Regie Anne Schneiders an den theatralen Brocken gewagt und führen ihn derzeit im Experimentiertheater auf.

Das Stück beobachtet mittels einer episodischen Struktur mehrere Paare, die nur teilweise etwas miteinander zu tun haben. Ob Seitensprünge, (aneinander vorbeigeführte) Gespräche oder Therapiesitzungen - die zahlreichen Worte beschwören die Verzweiflung, gehen aber eher ins Leere, helfen nicht, deckeln zu. Mann und Frau können nicht miteinander, deshalb wachsen Melancholie und Resignation.

Regisseurin Anne Schneider und das beeindruckende Ensemble bemühen sich von Anfang an um einen sehr sensiblen, sehr stringenten Ton, der in allen Episoden zu sehr anrührender, nahezu intimistischer Atmosphäre führt. Die Verbal-Synchronisation der untreuen Ehepaare im ersten Teil legt die stereotype Oberflächlichkeit der Sprache bloß, welche in die Tiefe nicht blicken lässt. Auch sonst zeichnet sich die Inszenierung durch starke Arbeit an Text und Dramaturgie aus, die auch elektronische Mittel einsetzt: Viedeo- sowie akustische Einspielungen schaffen Erlebenswelten, die die innere Zerrissenheit der Protagonisten anschaulich ins Bild setzen. Der Minimalismus des Bühnenbilds fokussiert den Blick, die schauspielerischen Leistungen führen kongenial durchs Emotions-Labyrinth.'